Es kracht auf Deutschlands Straßen. Und das nicht selten. 2017 registrierte das Statistische Bundesamt bundesweit rund 2,6 Millionen Unfälle. Das sind 2,2 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor und der höchste Stand seit 1991. Bei knapp 90 Prozent (2,3 Millionen) aller Unfälle handelt es sich um Blechschäden. Dabei geschehen in manchen Regionen häufiger Unfälle als in anderen. Insbesondere Großstädte wie Berlin, Hamburg und München versinken im Unfall-Chaos. Ländlichere Gebiete sind der Statistik zufolge weniger betroffen.

Auch der Gesamtverband Deutscher Versicherer (GDV) interessiert sich für die regionale Unfallstatistik. Denn auf Basis der Zahlen nimmt der Verband jedes Jahr zum ersten Oktober neue Regionalklassen-Einstufungen vor, die Auswirkungen auf die Berechnung der Kfz-Versicherungsprämie haben. Ein Wechsel der Kfz-Versicherung bis zum Stichtag am 30. November kann sich für Autofahrer also lohnen!

Regionalklassen: Unfälle, Wetterlage und Diebstahl

Die Kosten für eine Kfz-Versicherung hängen von mehreren Faktoren ab. Neben der Schadensfreiheitsklasse und der Fahrzeugklasse ist die Regionalklasse ein wichtiges Kriterium. Denn sie bemisst abhängig vom Meldebezirk, wie hoch das Risiko zur Inanspruchnahme der Kfz-Versicherung ist.

Für Kasko-Versicherungen werden neben der Unfallbilanz der jeweiligen Region auch Faktoren wie das Unwetterrisiko, die Zahl der Wildunfälle oder die Häufigkeit von Diebstählen in die Regionalklasse miteinberechnet. Sprich: Je häufiger im Meldebezirk Unfälle passieren, Fahrzeuge gestohlen werden oder Unwetter geschehen, desto höher fällt die Einstufung der Regionalklasse aus. Und somit auch die Kosten für die Kfz-Versicherung. Je nach Versicherungsart gibt es unterschiedlich viele Regionalklassen. Es gilt: Je höher die Regionalklasse für das Auto, desto teurer die Versicherung.

Neuberechnung des GDV: 50:50-Chance für Versicherte

Zum ersten Oktober veröffentlichte der GDV die neuen Regionalklassen für 2019. Die Änderungen betreffen rund elf Millionen Kfz-Haftpflichtversicherte. Ob sich die Regionalklasse verbessert oder nicht, ist dieses Jahr eine wahre 50:50 Chance. Denn 5,5 Millionen Versicherte steigen in der Regionalklasse ab, 5,4 Millionen Versicherte steigen in der Klasse auf.

Zu welcher Hälfte Ihr Kunde gehört, können Makler ganz einfach mithilfe der Regionalklassen-Suche des GDV ermitteln. Über die Eingabe der Postleitzahl kann das Tool für jede Region in Deutschland die neue Einstufung abfragen. Gleichzeitig werden Auf- oder Abstieg der Regionalklassen angezeigt.

Hauptstadt-Chaos: Berlin mit schlechtesten Regionalklassen

Der Verkehr in Großstädten hat Chaos-Potenzial. Lange Staus, rote Ampeln und sich zwischendrängende Fahrzeuge. Die hohe Verkehrsdichte führt zu einer schlechten Schadenbilanz. Die Hauptstadt ist mit einem Drittel mehr Unfällen als der Bundesdurchschnitt die Regionalklasse mit den schlechtesten Werten. Dicht gefolgt von Hamburg und München. Weniger schlimm sieht es für das Land aus, wobei auch hier der Norden etwas besser als der Süden abschneidet. Im Übrigen: Die Uckermark weist mit einem Drittel weniger Unfällen als der Bundesdurchschnitt die beste Schadensbilanz auf.

Kfz-Versicherungswechsel: Stichtag 30. November 2018

Der „Wechsel-Herbst“ hat begonnen. Noch bis zum 30. November können Versicherte ihre Kfz-Versicherung kündigen, bevor sich die meisten Policen automatisch um ein Jahr verlängern. Bei dieser Entscheidung spielt eine mögliche Auf- oder Abstufung der Regionalklasse eine wichtige Rolle. Der GDV gibt die Regionalklassen unverbindlich an die Versicherer heraus. Ist eine Auf- oder Abstufung im Bezirk des Versicherten erfolgt, lohnt sich ein Vergleich mit Versicherern, die diese Regionalklassen-Einstufung unterstützen.

Die Gothaer mit ihrem AutoMobil-Tarif zieht die Einteilung in die Regionalklassen des GDV für die Berechnung der Versicherungsprämie heran und sorgt so für optimalen Kundenschutz sowie die Anpassung der Tarifdetails an reellen Schadenstatistiken. Und auch für Fahrmuffel gibt es nun eine günstige KFZ-Versicherung: EMIL. Die digitale Kfz-Versicherung zeichnet sich vor allem durch die Abrechnung der Kosten über die gefahrenen Kilometer aus. Nach der Ersteinstufung entfällt zudem das Schadenfreiheitsklassen-System. Stattdessen warten Boni für alle 2.500 unfallfrei gefahrenen Kilometer. EMIL ist direkt online abschließbar. Das Start-up verantwortet als Assekuradeur die operativen Prozesse. Produktgeber, Schadenregulierer und Risikoträger ist die Gothaer.

Titelbild: © edarchinyan / fotolia.com

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