Der Anzug sitzt, die Budapester sind poliert. Das Outfit – tadellos, wie es sich für einen erfolgreichen Makler gehört. Gerade raus aus dem letzten Kundentermin und schon klingelt wieder – die Uhr. Die Uhr?

Richtig gehört. Die Smartwatch am Handgelenk gehört in der heutigen Zeit mit dazu. Leider kann sie schnell das Gesamtbild vom seriösen Geschäftsmann trüben. Denn oft handelt es sich bei den intelligenten Zeitmessern um bunte Plastikuhren mit Gummiarmband. Nicht gerade stilsicher. Doch dieses Jahr triff Technik endlich auf Stil.

„Wer hat an der Uhr gedreht?“

Neben den Manschettenknöpfen, der Krawattennadel und der Brille (Ringe, wie den Ehering außen vor gelassen) ist die Uhr eines der wenigen Schmuckstücke, das die Herren der Schöpfung immer tragen können. Und wie edel eine Rolex, Breitling, Omega, Hublot oder Graham auch ist. Man(n) möchte und sollte mit dem Fortschritt gehen.

So fällt die Entscheidung schnell für eine Smartwatch (engl. „schlaue Uhr“). Damit ist eine elektronische Armbanduhr gemeint, die über zusätzliche Sensoren, Aktuatoren sowie Computerfunktionalitäten und -konnektivitäten verfügt.

Moderne Smartwatches zeigen neben der Uhrzeit weitere Informationen an. Herzfrequenz, Schrittzahl, Sonnenauf- und Untergang und vieles mehr. Je nach Modell. Über zusätzliche Programme („Apps“) lässt sich die Uhr durch neue Funktionen aufrüsten. Doch Uhr ist nicht gleich smart. Hier wird zwischen „Hybrid Watches“ und „Smartwatches“ unterschieden. Während die „Hybrid“ Uhren sich per Bluetooth mit dem Handy verbinden und per „Fernsteuerung“ Apps steuern können, so sind Smartwatches eigenständige Mini-Computer. Mit eigenem Display, Layout, Apps und Funktionen.

Immer dem Trend hinterher?

Vorteile einer Smartwatch:

• Smartphone-unabhängiger Zugang zu Mails und weiteren Daten (je nach Modell)
• Handhabung, da die Uhr näher und somit gleich zur Hand ist
• Praktische Orientierungs- und Messwerte bei Sport- und Freizeitaktivitäten

Gerade der Zugang zu Mails via Smartwatch ist für den Makler ein Vorteil. Denn im Kundentermin das Smartphone auf dem Tisch liegen zu haben kann unhöflich wirken. Das Postfach am Handgelenk fällt dagegen kaum auf.

Nachteile einer Smartwatch:

• Durch die Größe der Uhr sind einige Funktionen gar nicht oder nur beschränkt anwendbar
• Viele Smartwatches funktionieren (noch) nicht ganz unabhängig vom Smartphone
• Kurze Akkulaufzeit
• Preis

Die treibende Kraft

Kein Wunder, dass laut Marktforschungsinstitut GfK der Umsatz der schlauen Uhren anstieg. Betrug dieser 2016 rund 225 Millionen Euro, so wuchs er 2017 auf 325 Millionen Euro an.

Die treibende Kraft hinter den stetig wachsenden Smartwatch-Verkäufen: Sport & Gesundheit. Denn viele Verbraucher messen mittlerweile ihre Fitness während der Trainingseinheit und im Alltag. Und so etablierten sich besonders Marken aus diesem Bereich. Da Gesundheit im stressigen Makleralltag zu oft in den Hintergrund rückt, ist die Smartwatch ein optimaler Begleiter, um sich und seinen Körper nicht aus den Augen zu verlieren.

Technik trifft Stil

Viele Parameter lassen sich beim Kauf miteinander vergleichen. Design, Display, Umgebungslichtsensor, Bedienung, Ausstattung. Je nach eigenem Gusto lässt sich aus einer Vielzahl von Smartwatches wählen. Aber bunte Fitness-Uhren mit Anzug kombinieren? Bei wichtigen Meetings oder Kundengesprächen mit einer blauen, roten, grünen oder schwarzen Plastikuhr erscheinen? Muss nicht sein.

Zum Glück ziehen langsam viele Luxus- und Modemarken nach und bieten für jede Zielgruppe die passende Uhr. So wie die Armani Smartwatch Touchscreen 5005. Vom GQ-Magazin unlängst als Must-Have des Jahres für modebewusste Männer betitelt.

Titelbild: © alphaspirit / fotolia.com

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