Vor einer Woche erschütterte die Nachricht von der Thomas-Cook-Insolvenz den Reisemarkt. Nach einer fehlgeschlagenen Rekapitalisierung blieb dem Reiseveranstalter nichts mehr übrig, als die Zahlungsunfähigkeit anzumelden. Für Hunderttausende Touristen wurde so aus der Reise eine Odyssee. Sie saßen entweder im Ausland fest oder wurden nicht mehr von Airlines und Hotels aufgenommen.

Hotels im Panikmodus

Nachdem die Muttergesellschaft Insolvenz anmeldete, folgte die deutsche Thomas Cook GmbH, die kurz darauf für sich und zwei Töchter (Thomas Cook Touristik GmbH und die Bucher & Öger Tours GmbH), ebenfalls Insolvenzverfahren beantragte. Das teilte das Unternehmen in einer Pressemeldung mit. Doch die Nachbeben sind nicht nur auf die Tochterfirmen und die Unternehmensstruktur des Reiseanbieters beschränkt. Nach den neuesten Entwicklungen sind es nun die Hotels, die Alarm schlagen. Und dem Spiegel zufolge Schäden in Millionenhöhe befürchten. Der griechische Hotelverband sieht Kosten in Höhe von 500 Millionen Euro auf griechische Hotels zukommen. Weitere 200 Millionen Euro Schaden entstehen in Spanien, projizieren die Fachleute.

Touristen haben das Nachsehen

Doch was bedeutet das für die Touristen? Zwar startete England ein Rückholprogramm, das die Heimkehr aller versprengten Briten gewährleisten sollte, doch im Zuge der Pleite kam es auch zu unschönen Szenen. In der dominikanischen Republik beispielsweise soll Hotelpersonal versucht haben, Urlauber an der Abreise zu hindern. N-TV zufolge war sogar Kopfgeld im Gespräch. Der Grund: Sobald das Hotel vom Reiseveranstalter kein Geld mehr bekommt, fällt der Urlaub ins Wasser. Und wer zahlen muss, ist vielen nicht klar. Wie der Gesamtverbund der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) berichtet, fallen die Kosten dem Reiseinsolvenzversicherer des Unternehmens zu. Kunden erhalten einen Sicherungsschein, der ihnen den Anspruch auf eine Erstattung des Reisepreises gibt.

Unterversicherung bei Thomas Cook?

Insgesamt können sich Pauschalreiseanbieter über eine Summe von 110 Millionen Euro absichern. Diese vom Gesetzgeber festgelegte Summe sollte verhindern, dass Urlaubsanbieter zu hohe Versicherungsprämien zahlen muss. Allerdings könnte diese Grenze auch dafür sorgen, dass Thomas Cook am Ende unterversichert ist. In diesem Fall können Kunden lediglich auf eine anteilige Entschädigung hoffen. Laut dem GDV helfen in solch einem Fall weder die Reiserücktrittskosten- noch die Reiseabbruchversicherung. Diese Policen greifen nur dann, wenn Reisende aus persönlichen Gründen den Urlaub nicht antreten können. Zum Beispiel aufgrund von Schaden am Eigentum oder Krankheit. In solch einem Fall hilft zum Beispiel die Auslandskrankenversicherung MediR. Sie trägt bei Unfällen und Erkrankungen wie Arzt- und Krankenhauskosten. Auch deckt sie die Kosten für den Rücktransport nach Hause.

Titelbild: © kinwun / stock.adobe.com

Lars Nievelstein

Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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