Der Testsieger von Stiftung Warentest ist nicht automatisch die beste Zahnversicherung. Der Versicherungsschutz muss zu Ihren Wünschen und zu Ihrer Zahngesundheit passen!

Im diesjährigen Finanztest gibt es zwölf Testsieger im Segment der Zahnzusatzversicherungen – zwölf Tarife, die nun potenziellen Kunden als die ultimativ beste Zahnzusatzversicherung Deutschlands angepriesen werden. Und dennoch liegen die Tarife inhaltlich sehr weit auseinander und können sich je nach Kundenwunsch zum Reinfall erweisen. Woran liegt das?

Einerseits an den Bewertungskriterien des Finanztests, die im Schwerpunkt auf Kostenübernahme bei Zahnersatz liegen und andere Maßnahmen ausblenden. Leistungen für professionelle Zahnreinigung, Wurzelbehandlungen oder Füllungen bleiben schlicht unberücksichtigt.

In der Folge befinden sich unter den Testsiegern sowohl Tarife mit umfassendem Versicherungsschutz, was man von einem Testsieger erwarten würde, als auch Versicherungen, die ausschließlich für Zahnersatz leisten. Die Spanne bei den Versicherungsprämien ist ebenso groß wie die Gefahr, einen Tarif abzuschließen, der nicht auf die individuellen Bedürfnisse und Bedarfe einzahlt.

Leistungsbausteine und Zahngesundheit bei der Auswahl entscheidend

Aus diesen Gründen ist das blinde Vertrauen auf den Testsieger nicht die schlaueste Entscheidung. Vielmehr ist eine individuelle Beratung oder zumindest ein personalisierter Vergleich der möglichen Tarife wichtig. Bei der Auswahl der individuell besten Zahnzusatzversicherung sollten Vermittler insbesondere folgende Fragen in den Fokus der Beratung stellen:

  1. Welche Zahnärztlichen Maßnahmen sollen durch die Zahnversicherung abgedeckt werden?
  2. Wie ist der aktuelle Zahnzustand / was steht in der Patientenakte?
  3. Wie viel darf die Zahnversicherung kosten & was ist mit den Beiträgen im Alter?

Zu Beginn der Beratung sollte immer über die individuellen Bedürfnisse des Kunden gesprochen werden, damit die Frage nach dem notwendigen Leistungsumfang beantwortet werden kann. Beispielsweise existieren Tarife auf dem Markt, die eine professionelle Zahnreinigung lediglich einmal pro Jahr erstatten. Sofern der Kunde allerdings öfter zur professionellen Zahnreinigung geht, kann dies an der Stelle schon ein relevantes Kriterium zur Tarifauswahl darstellen.

Mindestens ebenso wichtig ist die Prüfung der aktuellen Zahngesundheit sowie ein Blick in das Bonusheft. Ähnlich wie in der gesetzlichen Krankenversicherung führt die regelmäßig jährliche Wahrnehmung von Vorsorge- und Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt auch bei privaten Zahnzusatztarifen oftmals zu steigenden Erstattungssätzen. Im Umkehrschluss drohen bei nicht lückenlos gefülltem Bonusheft zum Teil signifikante Leistungskürzungen durch die private Krankenversicherung. In diesem Fall ist zwingend darauf zu achten, dass ein Tarif ausgewählt wird, bei dem auf die sogenannte „Bonusheftregelung“ verzichtet wird. Laufende & angeratene Behandlungen sind bei den allermeisten Tarifen grundsätzlich ausgeschlossen – um Böse Überraschungen auf allen Seiten zu vermeiden, sollte diesbezüglich in jedem Fall präventiv durch den Berater nachgefragt werden.

Letztlich entscheidet auch der Preis darüber, ob die Zahnversicherung mit den eigenen Vorstellungen übereinstimmt. Die meisten Finanztest Testsieger sind verhältnismäßig teuer und übersteigen das Budget vieler Interessenten. Eine gute Zahnversicherung mit 90 Prozent Kostenübernahme für Zahnersatz-Maßnahmen gibt es dagegen schon deutlich preiswerter, der verbleibende Eigenanteil in Höhe von 10% des Rechnungsbetrages fällt verhältnismäßig klein aus. Zudem unterscheiden sich die Tarife auf dem Markt zum Teil erheblich im altersbedingten Beitragsverlauf. Tarife die in jungen Jahren vergleichsweise günstig sind, können im Alter exorbitant teuer sein. Bevor ein Tarif in die nähere Produktauswahl des Beraters kommt, sollte also in jedem Fall ein Blick auf den Beitragsverlauf im Alter geworfen werden. Gute Tarife zeichnen sich dadurch aus, dass die Beiträge in regelmäßigen Zeiträumen gleichmäßig ansteigen und einen bezahlbaren Maximalbeitrag, i.d.R. mit 67 Jahren, beinhalten, sodass der Kunde eine gewisse finanzielle Planungssicherheit hat.

Titelbild: © Gothaer

Daniel Seeger

Geschäftsführer der Zusatzversicherung Online GmbH
Betreiber der Webseite zahnversicherung-online.de –

Daniel Seeger ist seit Jahren Geschäftsführer der ZVO und dort für den Fachbereich Krankenzusatzversicherungen verantwortlich. Im Schwerpunkt ist er Experte für Zahnzusatzversicherungen und betreut mit seinem Team deutschlandweit über 30.000 Kunden dieser Versicherungssparte.

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